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- Artikel vom 13. Februar 2018

Leben im Einklang mit der eigenen Natur

Für manche bedeutet das, vom Winterschlaf direkt in die Frühjahrsmüdigkeit gleiten.

Woher soll ich wissen was meine eigene Natur ist, wenn ich mir darüber bislang keine Gedanken gemacht habe. Für die meisten bedeutet das Leben im Einklang eine schöne Vorstellung die wenig mit der Realität zu tun hat. Traumvorstellungen die viel zu selten umgesetzt werden, weil wir uns selbst daran hindern und nicht weniger selten glauben, irgendetwas hindert uns daran. Wenn wir organisch ausschließen können, dass uns die Natur mit einem Programm für Winterschlaf ausgestattet hat und uns genetisch die Frühjahrsmüdigkeit nicht in die Wiege gelegt wurde, ist jetzt die beste Zeit sich für etwas Neues zu öffnen.

Vielleicht hindern die vielen Sorgen und Gedanken, die sich über die dunkle Jahreszeit aufgetürmt haben. Die Natur bereitet sich auf das Frühlingserwachen vor und Ihnen fehlt die nötige Energie? Zum Jahreswechsel waren die guten Vorsätze noch so präsent und kaum dass die Tage wieder länger werden, schwindet fast gleichermaßen der Tatendrang. Um auszuschließen, dass nicht doch organisch etwas drückt, sollten Sie ärztlichen Rat einholen. Findet sich kein medizinischer Hintergrund, liegen die Ursachen vielleicht im seelischen Ungleichgewicht. Deshalb müssen Sie nicht an sich zweifeln und entmutigt auf den Sommer warten. Sich unzufrieden fühlen ist kein unlösbares, jedoch ein sehr unschönes Gefühl.

Natürlich fällt es uns allen leichter, wenn die Sonne scheint. Das mag schon alleine darin begründet sein, dass unser Organismus Tageslicht benötigt um viele körpereigene Spurenelemente aufzunehmen und umzubauen. Trifft ein wärmender Sonnenstrahl auf unser Gesicht, erhellt sich scheinbar gleichzeitig unsere Stimmung. In der kalten Jahreszeit haben wir den Faktor „Sonnenlicht“ in geringerer oder abgeschwächter Form. Wir hätten also die dunklere Zeit nutzen können uns mehr zu erholen, um für den Frühling gut gerüstet zu sein. Den wenigsten ist dafür jedoch die Möglichkeit geblieben. Zu viele Aktivitäten mit viel zu viel künstlichem Licht. Jetzt steht der Frühling vor der Tür mit seinem Erwachen und die Energie dazu fehlt.

Das wäre natürlich zu einfach in der Behauptung. Vielleicht geht es Ihnen schon länger so. Das Gefühl von zu wenig Energie, zu wenig oder schlechtem Schlaf, der Appetit war auch schon mal besser, die Interessen nehmen ab, sie können sich weniger freuen, die Stimmung wirkt gedrückt, auch kleinste Anstrengungen führen zu erhöhter Ermüdbarkeit, die Stimmung ändert sich oft rasch in eine Reizbarkeit und sie kennen sich so selbst nicht mehr, fühlen sich wertlos oder haben ein Gefühl von Schuld. Das alles sind Anzeichen einer depressiven Phase – einer Depression.

Gut gemeinte Ratschläge von Freunden und Bekannten „du brauchst einfach mehr Bewegung, triff dich mit Freunden“ oder „da muss man sich einfach ein bisschen mehr zusammenreißen“ helfen da nicht weiter. Wäre es so einfach, dann hätten Sie es sicher schon ausprobiert. Jeder Mensch, unabhängig von Status, Alter oder Geschlecht kann in eine Situation geraten, die ihn an die Grenzen der seelischen Belastbarkeit bringt. Wir sprechen über „Burn out“ als wäre es eine schicke Managerkrankheit, die man sich leisten können muss. Depression ist eine Krankheit die unter anderem oben genannte Symptome aufweist. Die genannten „Beschwerden“ sind nur ein Eindruck und umfassen keineswegs das gesamte Krankheitsbild mit allen möglichen Ausdrucksformen. Sie sollten die Symptome als ernst zunehmende Aufforderung zum Handeln verstehen.

Unsere Gesellschaft hat auch heute noch Probleme damit umzugehen. Betroffene fühlen sich überfordert und unverstanden,  sie fühlen sich nicht als Teil der Gesellschaft. Auch wenn wir heute von Prominenten über deren Depression oder Burn out in Kenntnis gebracht werden, betrachten wir die Erkrankung immer noch als „eigenartig“ und sind damit genauso überfordert.

Wenn also die Ratschläge lauten „lebe mehr im Einklang mit dir“, „lass doch einfach mal los“, „nimm dir mal mehr Zeit“, „entspanne dich“, dann mag das gut gemeint und wenig hilfreich für Sie sein. Scheuen Sie sich nicht, reden Sie mit einem Arzt über ihre Sorgen, nehmen Sie Kontakt auf, informieren Sie sich über eine Therapie. Erfahren Sie mehr über sich und Ihre eigene Natur um wirklich im Einklang zu leben.

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